CV:OFW

Der Übergang in die Wohnungslosigkeit verläuft in den meisten Fällen fliessend. Zäh fliessend. Man übernachtet erst einmal bei Freunden und Freundinnen und Bekannten. Bis das nicht mehr geht. Die erste Nacht im Freien habe ich in einem Kölner Park verbracht. Morgens im Sonnenaufgang dachte ich:“So, das ist es also, jetzt bin ich am unteren Ende unsrer Gesellschaft angelangt, wohnungslos und ohne Arbeit/Ausbildung.“ Die Verwirklichung sämticher bürgerlicher Ängste. Das hat sich erst einmal grossartig angefühlt.

Von 1991 bis 1999 war ich OFW (ohne festen Wohnsitz.)